Möhnesee

Museen, Wewelsburg und Erholung am Möhnesee

Wie gehabt, erfreuten wir uns am nächsten Tag bestem Sommerwetter und setzen unsere Reise nun wieder eher südwärts, jedoch ohne konkretes Ziel fort. Dabei kamen wir Paderborn gefährlich nahe, was ich eigentlich aus persönlichen Gründen vermeiden wollte. Allerdings erinnerte ich mich, dass es hier ein großes Computermuseum gibt, das Siemens-Nixdorf Museum.

Computermuseum

Da uns das Thema beide interessierte, ließen wir uns vom Navi dort hin führen. Der große Komplex des Museums bietet auch reichlich Parkplätze. Als S700-Fahrer muss man allerdings, wie so oft, quer parken. Da es aber Platz genug gab, war dies kein Problem.

Das Museum ersteckt sich über drei Etagen und man braucht schon einige Stunden, um sich alles anzusehen. Die Ausstellung beginnt zeitlich gesehen beim Thema Keilschrift, zeigt Buchdrucktechniken, mechanische Rechen- und Schreibmaschinen jeglicher Art, sowie die ersten Großrechner bzw. Rechner der mittleren Datentechnik insb. natürlich von Nixdorf.  Zu meinem großen Bedauern, endeten die Ausstellung genau vor dem Zeitpunkt, ab dem es mich interessant geworden wäre. Denn genau zu dem Zeitabschnitt, als Computer auch für Privatleute eine Rolle zu spielen begannen, also Mitte bis Ende der 80er Jahre, gab es fast keine Exponate mehr zu betrachten. Aus einem Augenwinkel habe ich in einer versteckten Vitrine noch einen C64 Brotkasten wahrgenommen. Und in einer Sammlung alter Taschenrechner fand ich mich teilweise auch noch wieder. Aber das war’s. Sehr schade bis ärgerlich und meines Erachtens unverständlich. Man möchte doch gerne in Erinnerungen schwelgen, wenn man sich so etwas ansieht.

Siemens-Nixdorf Museum Paderborn
Siemens-Nixdorf Museum Paderborn


Aufgrund dieser Enttäuschung meinerseits und weil das Museum eher eine große Sammlung von mechanischen Maschinen ist und nur sehr spärliche Informationen dazu anbietet, hat es von mir nur ein „ausreichend“ in der Bewertung bekommen.

Eins muss aber gesagt werden: Die Kantine im ersten Untergeschoß ist hervorragend und sehr preiswert! Und für mich gibt es tatsächlich noch einen Vorteil dieses Museumsbesuchs:  jetzt gibt es keinen einzigen Grund mehr, noch mal die Stadt mit P. zu betreten 

Dreiecksburg Wewelsburg

Wir verließen also P. so schnell wie möglich. Unterwegs weiter in Richtung Süden wurden wir per Hinweisschild auf die Wewelsburg aufmerksam gemacht. Also steuerten wir diese an und statteten einen Besuch ab.

„Die Wewelsburg ist Deutschlands einzige Dreiecksburg in heute noch geschlossener Bauweise. Zwischen 1603 und 1609 wurde sie im Stil der Weserrenaissance als Nebenresidenz der Paderborner Fürstbischöfe hoch über dem Almetal auf einem Bergsporn erbaut. Die Wewelsburg liegt im gleichnamigen Ort ( zugehörig zur Stadt Büren) im Kreis Paderborn.

“ (www.wewelsburg.de)

Wewelsburg
Wewelsburg

Man kann zwar das Burginnere besichtigen, allerdings bekommt man kaum etwas von der ursprünglichen Ausstattung zu sehen. Statt dessen werden die Räume zur Ausstellung eines unzusammenhängenden Sammelsuriums an Kunst, Ausgrabungsgegenständen, kirchlichen Skulpturen etc. genutzt. Das hat uns nicht so angesprochen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir gerade mehrere Stunden Museumsbesuch hinter uns hatten und uns die Lauferei in der Burg (viele Treppen)   zu anstrengend wurde. Die NS-Vergangenheit, die die Burg auch hat, haben wir uns nicht mehr angetan.

Möhnesee

„On the Road again“ visierten wir Soest an. Mein Begleiter hatte irgendwo gelesen, dass es dort eine nette Altstadt geben sollte.  Bei der Recherche nach einem schönen Stellplatz in der Nähe, wählte ich den Ort Deleke aus, der einen Stellplatz direkt am Möhnesee hatte. Diesen Platz steuerten wir an und ergatterten auf dem terassenförmig am Ufer des Sees angelegten Stellplatz für 50 Womos noch einen der letzten freien Plätze. Er kostete 20 € inkl. Ver- und Entsorgung und Strom. Bezahlt wird mit Münzen oder EC-Karte an einem Automaten.
Uns hat es dort so gut gefallen, dass wir zwei Nächte geblieben sind und uns hauptsächlich mit baden, essen und faulenzen beschäftigt haben.

Möhnesee
Hymer S700 am Möhnesee

Phaenomenta in Lüdenscheid

Gut erholt, traten wir unsere indirekte Heimreise an, in dem wir einen Abstecher ins Sauerland und Siegerland machten. Dabei kamen wir durch die Stadt Lüdenscheid. Hier gibt es das Science Center Phaenomenta, das wir besucht haben. In diesem Museum geht es im weitesten Sinne um Physik zum Anfassen. Folgende Themen können im wahrsten Sinne des Wortes begriffen werden:

Phaenomenta
Phaenomenta

Unseren letzten Stellplatz für die Tour fanden wir in Wilnsdorf auf dem Wielandshof. Hier gibt es 5 Stellplätze für  5 € + Strom 2 €. Ruhiger Platz direkt an einem kleinen Reitstall. Der Platz war etwas ungepflegt (man hätte mal mähen können), aber für eine Übernachtung in Ordnung.

Von hier aus ging’s am nächsten Morgen über den Umweg Rheintal wieder nach Hause.

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