Bernkastel-Kues

Ahr und Mosel – Teil 2

Am Morgen des dritten Tages unserer Ahr/Mosel-Tour war das Wetter wieder perfekt. Nach dem Ver- und Entsorgen auf der komfortablen Dumpingstation des Stellplatzes Enkirch ging’s weiter moselaufwärts Richtung Trier, jedoch ohne bestimmtes Ziel. Eigentlich wollten wir die bekannten Touristenorte wie Traben-Trabach und Bernkastel-Kues nur durchfahren, aber in letztem Städtchen angekommen, lockte ein großer Parkplatz mit einem ausgewiesenem Bereich extra für Wohnmobile. Der Parkplatz liegt am linken Moselufer und nahe dem Stadtzentrum. Er ist gebührenpflichtig, hat aber sogar eine Entsorgungsstation für die Toilettenkassette.

Parkplatz Bernkastel-Kues
Parkplatz Bernkastel-Kues

Inzwischen waren wir hungrig und hatten Appetit auf ein Aufbackbaguettes mit Käse und Zubehör. Da der Backofen nur auf 220 Volt läuft, beschloss ich, nun auch mal den Stromgenerator unterwegs einzuweihen. Es ist natürlich total dekadent, den benzinbetriebenen Monstergenerator anzuwerfen, um im Backofen zwei Baguettes zu erwärmen, aber was soll’s. Wegen des Lärms, den der Generator macht, brauchte ich mir keine allzugroßen Sorgen zu machen. Inzwischen standen rechts und links von uns zwar andere Wohnmobile, aber dessen Besitzer waren unterwegs und außerdem herrschte auf dem Parkplatz und der vorbeiführenden Straße ohnehin viel Lärm.

Generator onan 2.5 genset
Generator Onan 2.5 genset

Es ist schon genial, mit einem Knopfdruck vom Innenraum aus, den Generator starten zu können und dann völlig ortsunabhängig über 220 Volt Strom zu verfügen.

Nach dem zweiten Frühstück sind wir etwas entlang der Mosel bis zu einer Schiffsanlegestelle spaziert . Dort konnte man Ausflugsfahrten buchen. Wir entschieden uns für die halbe Stunde moselaufwärts plus halbe Stunde moselabwärts. 

Bernkastel-Kues
Bernkastel-Kues

 

Die Bootstour war relativ unspektakulär, aber entspannend und das will man ja im Urlaub. In der folgenden Galerie kannst du noch ein paar Eindrücke von der Gegend und der Bootsfahrt sammeln.

Zurück zum Wohnmobil führte uns unsere Fahrt weiter nach Süden. Wir visierten nun doch das Saarland als Tagesziel an. Das erreichten wir auch, allerdings waren wir etwas enttäuscht von der Landschaft und ziemlich genervt von den Straßenbaustellen und Umleitungen überall. Von der Mosel waren wir verwöhnt durch Stellplatzschilder alle paar Kilometer. Im Saarland haben wir keinen einzigen Hinweis auf Womo-Stellplätze gefunden und auch keine zufällig gesehen. Eher unfreiwillig sind wir durch Saarlouis, Dillingen und Völklingen gefahren, ohne auch nur einen gewöhnlichen Parkplatz zu finden. Also haben wir mal wieder die ProMobil App befragt und uns einen Platz im Grünen bei Dillingen ausgesucht.

Es handelte sich um das Landgasthaus Wilscheider Hof in Beckingen-Düppenweiler. Hier gibt’s angrenzend an den Gasthauspark auf einer Wiese Platz für ca. 5 Wohnmobile zu einem Preis von 6€  + 1€ für Strom. Wasserver- und Entsorgung ist möglich. Toilettenentsorgung haben wir nicht gefunden, aber da es neben dem Haus anscheinend einen weiteren Stellplatz inklusive Sanitäreinrichtungen gibt, ist es möglich, dass dort auch eine Entsorgungstation zu finden ist.
Eigentlich liegt das Landgasthaus abgelegen und ist nur über einen engen Weg zu erreichen. Leider mussten wir aber feststellen, dass dieser Weg offenbar ein Schleichweg war, um irgendetwas anderes schneller zu erreichen oder zu umgehen. Der Verkehr direkt am Stellplatz vorbei war deshalb nervig und hielt auch bis später in der Nacht an.

Stellplatz Wilscheider Landgasthof
Stellplatz Wilscheider Landgasthof

Dazu kam, dass am Abend ständig Fahrzeuge zum Landgasthaus vor fuhren, die aber an diesem Abend auch nach kurzer Zeit wieder abreisten, weil die Küche des Gasthauses wegen Krankheit geschlossen war. Das war wiederum schade, weil wir eigentlich geplant hatten, dort zu Abend zu essen.

Am nächsten Tag hatten wir den Plan, Saarbrücken zu besuchen. Hier erwartete uns aber das gleiche Schicksal, wie schon am Vortag: Baustellen, Umleitungen, keine Parkplätze. Nach dem wir gefühlte 15 Brücken mal in die eine und mal in die andere Richtung überquert hatten, haben wir beschlossen, das Wichtigste von Saarbrücken gesehen zu haben. Wir verließen diese schöne (?) Stadt und zwar mit dem Ziel, eine Entsorgungsmöglichkeit für unsere Toilette zu finden.
Tags zuvor waren wir bereits auf die Völklinger Hütte aufmerksam geworden und wussten, dass es dort auf dem Parkplatz des Weltkulturerbes eine Entsorgungsstation gibt. Das war das vornehmliche Ziel. Wenn es dann noch etwas Kultur zu bestaunen geben würde, umso besser

So erreichten wir den riesigen Parkplatz des Weltkulturerbes am frühen Nachmittag und mussten feststellen, dass die vier Womo-Stellplätze aufgrund eines am Abend stattfindenden Musikfestivals bereits besetzt waren. OK, wir hatten ja auch nur locker überlegt, dort über Nacht zu bleiben. Wichtiger war die Entsorgungsstation. Die befindet sich in einem kleinen Häuschen und öffnet sich nach Geldeinwurf. Alles OK.

Nachdem das erledigt war, begaben wir uns zum Eingang der Völklinger Hütte, um zu erfahren, dass aufgrund des anstehenden Festivals auf dem Hüttengelände, nicht alle Bereiche zugänglich sind. Dafür wurde aber auch der Eintrittspreis von 15 Euro auf 6 Euro gesenkt. Das fanden wir in Ordnung und so haben wir uns zunächst das Hüttengelände erobert und haben anschließend noch die Inka-Sonderrausstellung besucht.
Es war schon recht interessant, sich so eine Stahlhütte mal aus der Nähe ansehen zu können. Uns hat sich aber der Rundweg nicht erschlossen (irgendwie führten die Wegpfeile überall hin) und wir vermissten Erklärungen zu den einzelnen Gebäuden und Arbeitsschritten. Der Plan, den man mitbekommen hat, hat auch nicht wirklich geholfen. Aber dennoch ist ein Besuch empfehlenswert.

Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Nach der recht anstrengen Besichtigung haben wir in einem Imbiss direkt am Eingang der Hütte eine Bockwurst zu uns genommen und traten dann die Rückreise wieder in Richtung Mosel an. Zum frühen Abend fanden wir uns erneut auf einem Stellplatz eines Weingutes Longen-Schlöder im Ort Longuich zum Preis von 7,50 Euro plus 2,50 für Strom wieder. Ein winziger Schotterplatz ohne Ver-/Entsorgung und ohne Aussicht. Ok, aber der Wein war gut.

Am nächsten Tag haben wir für die Heimfahrt erneut die Strecke entlang der Mosel gewählt, nur dieses Mal nordwärts.

Wie unsere nächste Tour in den Teutoburger Wald und kurz ins Sauerland und Siegerland verlief, erfährst Du hier.

 

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