Gasversorgung mit Gasfesttank

Die Gasversorgung in meinem Hymer S700 ist über zwei Wege gewährleistet:

  • Gasfesttank unter dem Fahrzeugboden verbaut
  • 2x 11 Liter Gasflaschen in einem Fach auf der Beifahrerseite

Da ich bei der Wohnmobilsuche großen Wert auf Autarkie gelegt habe, war die bereits vorhandene Gasfestanlage des Hymer natürlich ein Pluspunkt für die Entscheidungsfindung. Schade, dass es nur ein 30 Liter Tank ist, aber zusammen mit 2 Flaschen á 11 Liter dürfte der Vorrat eine Weile reichen.
Beim Heranzoomen der Fotos zum Gastank sehe ich gerade folgendes:

Volumen und Baujahr des Gasfesttanks
Inhalt 85 Liter !

Gasfüllstandsanzeige
Gasfüllstandsanzeige

Bei 85 Litern (brutto) Tankinhalt dürfte eine längere Gasversorgung der folgende Geräte gewährleistet sein:

  • Herd
  • Kühlschrank
  • Heisswasserboiler
  • leider nicht der Backofen (220 Volt). Es gibt aber für Wohnmobile gasbetriebene Backöfen.
  • Heizung Truma 3002 D
  • Heizung Truma e 2400 (leider nicht mehr; siehe weiter unten im Text)

Der Festgastank muss bei älteren Fahrzeugen alle 10 Jahre auf Dichtigkeit geprüft werden. Dazu muss der Tank i.d.R. ausgebaut werden. Die Prüfung kann man dann beim TÜV oder der z.B. der Firma Wynen machen lassen.

 

Gasfernbedienung

In meinem Hymer ist  war eine Gasumschalt- und Fernbedienungstechnik zusammen mit einer Gasstandheizung verbaut:

  • Truma Duomatic L und Truma Triomatic
  • EisEx Frostschutzsystem
  • Gasstandheizung Trumatic E 2400

Das hört sich erst mal toll an. Leider ist die gesamte Technik aber außer Betrieb. Im Gasflaschenraum gibt es die Reglertechnik gar nicht mehr. Im Cockpit befinden sich noch diverse Schalter aber ein Schalter, der wohl einmal an der Standheizung angeschlossen war, fehlt.

Truma Duomatic

Truma Triomatic

Ex Regler der Truma-e Standheizung
Ex Regler der Truma-e Standheizung

Es ist wohl so, dass sich ab 2007 vom Gesetzgeber her aus Sicherheitsaspekten – insbesondere beim Heizen während der Fahrt – etwas an der Gasflaschenanschluß- bzw. Umschalttechnik geändert hat. Auf der Internetseite der Firma Truma findet man dazu Informationen.

Allerdings steht dort unter anderem, dass für ältere Wohnmobile ein Bestandsschutz herrscht. Dennoch wurde das System in meinem Wohnmobil offenbar lahmgelegt. Ich frage mich warum?

Es gibt wohl laut Truma die Möglichkeit, das System mit neuen Bauteilen der Anschlusstechnik an die vorhandene Bedienungselemente anzuschließen. Bei Gelegenheit werde ich mich mal erkundigen, was der Spaß kostet. Solltest Du als Leser Erfahrungen in dieser Sache haben, würde ich mich über Infos freuen.

Bis auf Weiteres wird die Gasversorgung mittels Umschaltung zwischen Flasche und Gastank per Hand im Gasflaschenstauraum statt finden.  Das funktioniert im Moment in der Form, dass man das eine Ventil schließt und das andere öffnet. Der Festtank verfügt über eine Füllstandsanzeige im Cockpit und die Flaschen sind ohnehin nur Reserve. Sollte eine Umschaltung auf die Flaschen notwendig sein, werde ich das auch noch manuell schaffen.

FAZIT

Für die Gasversorgung werden die meisten Wohnmobilisten 2 Stück 11 kg Gasflaschen benutzen. Diese können entweder im Gaskasten per Hand umgeklemmt werden, in dem man den Druckminderer von der leeren auf die volle Gasflasche schraubt. Manche haben aber auch im Gaskasten oder sogar vom Innenraum bedienbar, einen Umschalter und/oder sogar eine Füllstandsanzeige. Das alles hatte mein Hymer einmal, aber wurde entfernt, weil die Technik nicht mehr der Norm entspricht.

Wirklich praktisch ist ein unter dem Fahrzeug verbauter Festgastank. Hiermit ist man lange Zeit unabhägig. Bei älteren Fahrzeugen muss dieser alle 10 Jahre auf Dichtigkeit geprüft werden. Dazu ist i.d.R. der Ausbau des Gasbehälters notwendig.

 

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