KOAX Verstärker

Kontakt zur Außenwelt – Medienausstattung

Istaufnahme der Medientechnik an Bord

Unterhaltung im Wohnraum

Die Medienausstattung in mein Hymer S700 besteht aus einem über 20-jährigen Röhrenfernseher, einem eben so antiken SAT-Receiver, einer Steuerung für die automatische Oyster-SAT-Antenne und einem leeren Schacht im Bedienpanel über der Küche, in dem offenbar mal ein Autoradio verbaut war.

Im Cockpit gibt’s ein CB-Funkgerät, das keinen Ton von sich gibt sowie ein Lidl Radio mit CD, MP3, Bluetooth, USB und Freisprecheinrichtung. Dessen Ton bzw. der der Lautsprecher, die auf das Armaturenbrett montiert sind, ist kräftig. Das ist bei den Fahrgeräuschen, die der S700 von sich gibt, auch notwendig 🙂

In einem Schrank stieß ich auf ein nagelneues, original verpacktes, mobiles CB-Funkgerät, dessen Baujahr allerdings schon einige Zeit her ist, wie das Preisschild über reduzierte 359 DM verrät. Kann man damit noch etwas anfangen? Ich habe keine Ahnung von CB-Funk und getestet hab ich das Teil auch noch nicht.

cb-funkgeraet

 

In einem Seitenfach des Hubbetts tauchte noch ein kleiner Weltempfänger auf. Ein Schnelltest ergab, dass die Antenne einen Wackelkontakt hat und das Radiohören kein Vergnügen macht.

 

Aufs Dach gestiegen – Antennen auf dem Wohnmobildach

Die Entertainmenteinrichtungen finden ihren Fortsatz auf dem Dach des Womo’s. Dort gibt es die riesige Oyster- SAT-Schüssel, eine Radio-Teleskopantenne sowie eine kleine schwarze Antenne. Welchem Zweck letztere dient, habe ich noch nicht herausgefunden.

Weiterhin gibt es eine Antenne von Kathrein mit der Bezeichnung HD 35. Diese Antenne sieht für meinen Geschmack sehr antik aus. Der Mast dazu und ein Verstärker, der auch noch angeschlossen ist (Kontrollampe leuchtet), befindet sich im Einbauschrank darunter. Es gibt einen Ein-/Ausschalter, der offenbar den angeschlossenen Verstärker schaltet.

Die Antenne ist anscheinend wirklich schon lange im Handel, wird aber immer noch genau so von der Firma Kathrein verkauft. Laut deren Homepage handelt es sich um eine „TV-Mobil-Antenne mit Richtcharakteristik“. Die Antenne hat demnach folgende Merkmale:

  • Für den Empfang digitaler terrestrischer TV-Signale (DVB-T) im stehenden Caravan oder Wohnmobil
  • TV-Antenne mit Richtcharakteristik
  • Auch für DVB-T2 und DAB+ geeignet
  • Komplett mit 4-m-Anschlusskabel und Topmast-Befestigung für Einbaumast HDM 135
  • Max. zulässige Fahrzeuggeschwindigkeit: 110 km/h

 

 Alte Fernsehtechnik raus – neue rein

Die beschriebene Medienausstattung braucht dringend eine Verjüngungskur. Das kleine Röhren-Fernsehgerät (Neuwert anno 1993 lag bei ca. 850 DM) geht nur im 220 Volt Betrieb an. Das irritiert, weil der Receiver und die daran angeschlossene Steuerung der Oyster-SAT-Schüssel über 12 Volt laufen. Dann wäre es doch sinnvoll, wenn der Fernseher das auch könnte, oder?

Steuerung Oyster 0002

Der Receiver ist noch analog, das ist klar. Deshalb erwarte ich nicht mit der Oyster irgendeinen Satelliten zu finden. Aber immerhin klappt sie sich auf und ich kann sie mit den Pfeiltasten am Steuergerät manuell in alle Richtungen bewegen. Nach dem, was ich im Internet zum Thema „Umrüsten Oyster Typ 0002 auf digital“ gefunden habe, kostet eine Umrüstung mindestens 1.000 Euro. Es wäre natürlich schick, wenn der Satellit automatisch gefunden würde, aber so viel Geld ist es mir nicht wert.
Ich habe mir gedacht, ich spendiere der Oyster einen neuen LNB, kaufe einen 22″ LED-Fernseher mit 12 Volt, Triple Tuner und DVD. Dazu einen SAT-Finder für 8 Euro, den ich zwischen SAT-Kabel und Receiver klemme bzw. eventuell an eine Weiche mache. Ich hoffe, mit dieser Ausrüstung finde ich Astra auch über die manuelle Steuerung der Oyster schnell. Immerhin besser als meine alte mobile SAT-Anlage aus dem Koffer, die man aus diversen Bauteilen zusammensetzen muss und bei Wind- und Wetter irgendwo anschrauben und mit der Hand ausrichten muss.

Den ersten Schritt in diese Richtung habe ich getan, in dem ich den Fernseher und den alten Receiver ausgebaut habe.

Beim Check des zum Vorschein kommenden Kabelsalats stellt sich heraus, dass der Fernseher doch auch über 12 Volt angeschlossen war. Scheinbar war aber der Stecker in der altertümlichen 12 Volt-Steckdose nicht ganz kontaktfreudig. Er war jedenfalls mit Isolierband primitiv fixiert.

So sieht’s aus:

Kabelsalat im TV-Schrank

KOAX Verstärker

 

Jetzt heisst es, einen passenden TV zu finden. Eventuell werde ich den auch an einem Ausschwenkarm befestigen, damit ich den Fernseher auch mal in Richtung hinteren Wohnraum (Büro) ausrichten kann.

SAT Update Ende Juli 2017

Die OYSTER-Schüssel hat einen neuen digitalen LNB von TechniSat bekommen. Den hatte ich schon auf der Merkliste und als ich ihn bestellen wollte, war er gerade für 3 Euro im Angebot (statt 15 Euro). Sehr nett! Der alte LNB ist ein richtig großes und vor allem schweres Teil aus Metall gewesen. Ich hatte vorher nie einen LNB mit Metallgehäuse gesehen. Wie sich später herausstellte, spielt das Gewicht für die Funktion der Schüssel eine große Rolle.

Als Receiver habe ich zunächst mal den von meiner Koffer-SAT-Anlage genommen und als TV einen 220V LCD, den ich auch im Wohnwagen immer im Urlaub dabei hatte. Der passt perfekt in den TV-Schrank vom Hymer. Wie geplant, hat der Fernseher auch einen Schwenkarm bekommen. Diese Konstruktion ist aber nicht so befriedigend, weil der Fernseher sich nun während der Fahrt langsam aber sicher aus dem Schrank bewegt. Da muss ich noch irgendeine Sperre einbauen.

Obwohl ich mir sicher war, dass ich nun Satellitenempfang bekommen müsste, wenn ich die Schüssel über die Pfeiltasten des Motorsteuergerät nur in die richtige Position drehe, funktionierte es bei den ersten Versuchen bei meinem Ausflug mit dem Hymer an die Mosel nicht. Es war weder mit dem SAT-Finder noch über die Transpondersuchfunktion des TV ein Signal zu finden. Ich war kurz davor, aufzugeben als mir, beim erneuten Betrachten der Schüsselstellung, auffiel, dass der Arm mit dem LNB überhaupt nicht horizontal zur Schüssel stand, sondern sich noch eingeklappt in der Schüssel befand. Klar, soooo konnte das ja nichts werden. Von der Wohnwagentür aus gelang es mir mit einem Stockschirm den Arm herunter zu drücken. Und siehe da, nach wenigen Minuten hatte ich Bild und Ton! Mit dem Schirm habe ich mich dann auch auf den ersten Ausflügen beholfen, bis mir irgendwann die Erleuchtung kam, warum der Arm nicht beim Aufklappen der Schüssel in die richtige Position geht: Weil er zu leicht ist! Das Gewicht des alten, schweren LNB hat dafür gesorgt, dass der Arm sich nicht zusammen mit der Schüssel hochklappt, sondern unten bleibt. Ich werde also demnächst mal ein paar Bleigewichte am Ende des LNB-Arms montieren und dann wird’s klappen.

FAZIT

Für extrem wenig Investition (3 € für den LNB und 23 € für den Schwenkarm) habe ich jetzt SAT-Empfang mit einer eigentlich total veralteten SAT-Anlage. Das halbmanuelle Ausrichten der Schüssel geht relativ schnell, wenn man eine Referenzschüssel in der Nähe hat, bei der man die horizontale Richtung abgucken kann. Die vertikale Neigung ist ja immer gleich. Für die richtige Einstellung dieses Winkels bekommt man nach einer Zeit einen Blick. Den SAT-Finder benutze ich nicht mehr. Es ist viel einfacher über das Transpondermenü des Receivers Signalstärke und Signalqualität zu optimieren.

 

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, würde ich mich über Kommentare und Likes sehr freuen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.